Vlog, Videoblog: Karlheinz Brandenburg : Erfinder des MP3

10. November 2006

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Interview mit Karlheinz Brandenburg (Quicktime-Video)

Innovationen: Wir hier in Deutschland leben zu guten Teilen davon. Wir haben innovative Produkte, wie Automobile, Eisenbahnzüge, Tabletten und auch ein sehr gutes Warenwirtschaftsprogramm (von der Firma SAP). Wir sind ein Land, welches hauptsächlich von Ideen lebt und eben diese Ideen machten uns zu einem der reichsten Länder der Welt. Heute aber gilt es in Deutschland als schwierig, Innovationen tatsächlich in Produkte umzuwandeln. Mangelnde Risikobereitschaft seitens potentieller Geldgeber und unterfinanzierte VC-Gesellschaften sind auch ursächlich dafür. An Ideen indes mangelt es nicht.
Ein erfolgreicher Erfinder
Karlheinz Brandenburg hat die Verspieltheit eines Kindes und einen steten Willen. In seiner bescheidenen und einnehmenden Art erzählt er in unserem Interview über Innovation, über die Zukunft der Download – Shops (iTunes, nicht Musicload) und sein Glück als Erfinder. Er arbeitet heute am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau.

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Anders als etwa Andreas Pavel (Erfinder des Stereobelt/Walkman) ist er mit der Erfindung des MP3 weltberühmt geworden. Das MP3-Format wurde zum Weltstandard, der sich um den gesamten Globus in einer exponentiellen Weise verbreitet. Keiner hat wohl geahnt, welch großen Beitrag die Erfinder im Kreis des genialen Karlheinz Brandenburg für die Welt des Internets leisten werden und sie mußten hart kämpfen, um sich durchzusetzen.

Wir in Deutschland müssen etwas Wichtiges lernen, nämlich unsere Erfinder und Innovatoren zu loben – und zwar nicht nur die toten, sondern vor allem diejenigen, die noch ganz am Anfang ihres steinigen und beschwerlichen Weges stehen.

Film ab!

Eure Daniela Krien

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Nachtrag: Es gibt ein vertrauliches Dossier mit dem Namen “Microsoft and Innovation”, welches von Bill Gates, einigen Anwälten und einer Reihe von Software-Entwicklungs-Ingenieuren erstellt wurde.

Es handelt von den fünf möglichen Ebenen oder Schritten, die notwendig sind, um eine Idee in die Welt zu bringen:

1. Jemanden, der eine orginäre, eigenständige, neue Idee hat. Einen Erfinder, der als Erster “daran” gedacht hat.

2. Jemanden, der diese neue Idee in ein Konzept gießt. Sie also nicht isoliert betrachtet, sondern weiß, wo sie hingehört, wem sie nützen kann und was sie zu verändern imstande ist.

3. Jemanden, der Idee und Konzept zu einem brauchbaren Produkt für den Markt entwickelt und sie zu einem Gesamtkonzept verdichtet.

4. Einen weiteren Innovator, der sich die Mühe macht, den Sinn und Zweck der Erfindung, der Idee, dem Markt näher zu bringen. Ohne den Marktpionier, der es versteht, den Zweck etwa eines Personal Computers zu erklären, ist die vorherige Erfindungsarbeit vergebens.

5. Schließlich braucht es einen, der den kontinuierlichen Prozess der Verbesserung der Idee in Gang bringt und am Laufen hält.

Dies ist ein Auszug aus dem hervorragenden Artikel von Wolf Lotter in brand eins 5/2000. Link


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