Saturday, 23. December 2006

Interview und Konzert: Roderich Kreile. Kreuzkantor. Kreuzchor. (Quicktime-Video)
„Jauchzet, frohlocket“
Johann Sebastian Bach schrieb dieses Wunderwerk der Musik. Der Kreuzchor (more…)
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Interview: Kunst und Kultur |
Monday, 18. December 2006

Interview mit Sasa Stanisic: Quicktime-Video
“Ein Spanferkel zu fangen, ist nicht einfach! Weil Schweine schnell sind und gut in den Kurven liegen. Und weil Schweine mitdenken.!, überraschte uns mein Vater zu Beginn des Festes mit einer Rede, der längsten, die wir alle je von ihm gehört haben.” Aleksandar, der Sohn, erzählt von einem Fest und zwar von einem Fest zur Einweihung eines Innen-Klos. Das Ganze spielt sich in Bosnien noch vor Beginn des Krieges ab und Aleksandar ist der junge Held des Romans: Wie der Soldat das Grammofon repariert. Das Buch steckt voller solcher absurd-komischer Episoden, aber manchmal bleibt dem Leser das Lachen im Halse stecken. Vor allem dann, wenn der Krieg einbricht in die kleine Welt des Jungen Aleksander.
Der Autor, Saša Stanišic, schrieb einen fiktiven Roman, der jedoch stark von seinen eigenen Erfahrungen lebt. So zum Beispiel das Klofest, denn das hat tatsächlich stattgefunden. Saša selbst floh mit 14 Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland (Heidelberg), da es mit Beginn der serbischen Besatzung zu gefährlich für die Familie geworden war. Er lernte schnell und spielerisch die Sprache und schreibt heute auf deutsch. Er studiert am Leipziger Deutschen Literaturinstitut und erhielt schon mehrere Stipendien und Preise. Aufgrund des derzeitigen Stipendiums lebt und arbeitet er für ein Jahr in Graz, als Stadtschreiber. Seine eigentliche Wohnstadt aber ist Leipzig und dort trafen wir ihn in einem seiner Lieblingscafés, dem Neubau/Weezie.
Wir sprachen über Peter Handke (more…)
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Interview: Kunst und Kultur |
Monday, 11. December 2006

Interview mit Eckart Hien: Quicktime-Video
Deutschland – ein Regelwerk?
Das deutsche Volk gilt in der Meinung vieler anderer Völker als ordentlich, strukturverliebt und regelbesessen – ein Klischee? Eines der berühmtesten Normungsinstitute der Welt sitzt in Deutschland: DIN Deutsches Institut für Normung e.V. Wir, die Deutschen, sind offensichtlich in der Lage, jeden Vorgang zu abstrahieren und in eine Norm, Regel oder Gesetz umzuwandeln. Dies hat zur Folge, dass wir nach 60 Jahren friedlichem Aufbau und Wohlstandsstreben ein Sammelsurium an Regeln, Gesetzen und Normen angehäuft haben. Diejenigen, die ihre Einkünfte aus diesen Normungs-, Gesetzes- und Regelwerken beziehen, sind bester Stimmung und gehen täglich von Neuem ans Werk, um dieses Land Tag für Tag mit ihren Erzeugnissen zu bereichern.
Die Regelwerke sind derart komplex geworden, dass immer mehr Experten benötigt werden, die diese Regelwerke auf den jeweiligen einzelnen Sachverhalt herunterzubrechen imstande sind. Der normale Bürger wird in diesen Abläufen fast nicht mehr berücksichtigt. Außerdem ist es ihm gebietsweise unmöglich geworden, die Regeln zu verstehen. Die Kommunikation zwischen diesen Teilsystemen unserer Gesellschaft scheint nur noch über Mittler stattzufinden: Steuerberater, Anwälte etc. Selbst die sogenannten Fachleute, wie zum Beispiel Finanzbeamte, sind kaum noch in der Lage, ihr eigenes System, das der Steuergesetzgebung, zu durchdringen und die Regeln richtig anzuwenden. Einige mittelständische Unternehmer sprechen gar von partieller Anarchie. (more…)
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Interview: Staatstätigkeit |
Monday, 4. December 2006

Interview mit Anja Schneider: Quicktime-Video
Anja Schneider kommt aus Altenburg und Altenburg ist eine hübsche, kleine, verschlafene Stadt in der Nähe von Leipzig. Sie verließ Altenburg, um in Berlin Schauspiel zu studieren; ein großer Schritt. Ihr erstes Engagement bekam sie in Leipzig am Schauspielhaus. Dort spielte sie sich von den kleinen zu den wichtigen und schließlich den großen Rollen. In Leipzig war sie Beste. Nun in Berlin, am Maxim Gorki Theater, ist sie die Neue. Und schon jetzt spielt sie die begehrten Rollen. Sie liebt das Theater, das ein ganz anderes Spiel erfordert als der Film, größere Gesten, extreme Mimik, das Theatralische eben. Aber in Kürze kommt ein Film heraus – eine Low-Budget-Produktion, die nur in kleinen Programmkinos laufen wird – und er heißt “Ferien” und Anja Schneider spielt mit. Alles scheint offen bei ihr, außer das Eine: (more…)
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Interview: Kunst und Kultur |