Monday, 29. January 2007

Feature (Quicktime-Video): Geburtsort und Ruhestätte von Friedrich Nietzsche: Röcken
Friedrich Nietzsche. Beginn und Abschied
“Wohl kann ich mich noch erinnern, wie ich einstmals mit dem lieben Vater von Lützen nach Röcken ging und wie in der Mitte des Weges die Glocken mit erhebenden Tönen das Osterfest einläuteten. Dieser Klang tönt so oft in mir wieder und Wehmut trägt mich sodann nach dem fernen teuren Vaterhause hin.”
Friedrich Nietzsche, als er 13 Jahre alt war
Röcken, dieser kleine Ort nahe Leipzig und nicht weit von Naumburg entfernt, ist der Geburtsort von Friedrich Wilhelm Nietzsche. Dort predigte und lebte sein Vater, ein “protestantischer Landgeistlicher”, (more…)
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Interview: Kunst und Kultur, Interview: Wirtschaft |
Monday, 22. January 2007

Interview: Harald Falckenberg. Kunstsammler. Quicktime-Video
Der private Sammler
Sammeln ist eine Leidenschaft oder auch, frei nach Freud, eine Ersatzhandlung – zurückzuführen auf die Ablösung des Kindes von der Mutter. Und wenn die Zeit der Kuscheltiere vorbei ist, kann das ausgewachsene Kind Briefmarken oder im besten Fall Kunst sammeln. Wenn ein Privatmann Kunst sammelt, aus welchem Grund auch immer, befindet er sich im Vergleich zu institutionellen Sammlern in einem großen Vorteil. Er kann seinem Gefühl folgen, aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen. Er ist keinem Rechenschaft schuldig, selbst wenn er sich zum Kauf von Grenzwertigem entschließt: Obszönes, Pornographisches, Gewalttätiges – wohlgemerkt: in einem künstlerischen Kontext. Die Sammlungen privater Kunstliebhaber sind oftmals spannender und vielseitiger als die Sammlungen irgendwelcher Sparkassenstiftungen, die sicher keinen Jonathan Meese entdeckt hätten. Wenngleich mutige Einkäufer nicht immer gleichzeitig auch Qualität einzuschätzen in der Lage sind, so sind sie doch ein überaus bedeutsamer Bestandteil des Kunstmarktes.

Gerhard Richter. Fiktion/Fiction. 1976.
Harald Falckenberg, Anwalt und privater Sammler, lebt in Hamburg. In seiner 6000 qm großen Ausstellungs- und Lagerhalle finden sich wahre Schätze der modernen und postmodernen Kunst. Joseph Beuys, Keith Haring, Gerhard Richter, Nam June Paik, Martin Kippenberger, Jonathan Meese sind nur eine Auswahl der Künstler, deren Werke Falckenberg sein Eigen nennen darf. Mit 50 Jahren begann er mit dem Sammeln und sicherlich wird er nicht mehr aufhören damit.
Der kindliche Künstler
Sicherlich ist es für einen Künstler unentbehrlich, sich ein kindliches Element (more…)
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Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Kunstsammler, Interview: Liebe und Leben, Interviews |
Monday, 15. January 2007

Interview: Henning Großeschmidt. Museumsrestaurator. Temperierung. (Quicktime-Video)
Die Frauenkirche – ein Bauskandal
Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche ist ein Beweis für den festen Willen einer kulturverbundenen Bürgerschaft. Millionen von Euro wurden gespendet. Der Grundstein für die neue Frauenkirche wurde am 27. Mai 1994 gelegt. Insgesamt 179 Millionen Euro kostete der Wiederaufbau. Allein die Heizungsanlage verschlang Millionen, nur wurde diese leider wider besseres Wissen gebaut, denn: Die aufgebaute Kirche schimmelt und das ist ein Skandal.
Was ist passiert? Den leitenden Architekten lag die einfache und kostengünstige (maximal 500.000 Euro teure) Variante einer Temperierung vor, nach der ein Schimmelbefall absolut sicher hätte ausgeschlossen werden können. Sie gaben jedoch lieber Millionen aus und bauten nach veralteten und überholten Technologien. Die Architekten und Ingenieure haben im Neubau der Frauenkirche 7,7 Kilometer Heizleitungen verbaut; die Klimaanlage kann 40.000 Kubikmeter Luft pro Stunde bewältigen. Diese Einbauten sollten eigentlich zu einem wohligen Klima führen, nicht aber zu Schimmel.
Da die offensichtlich irrlichternden Bauherren noch immer fest im Sattel sitzen, wird nun mit viel Geld und ohne große Wirkung gegen den Schimmel ansaniert.
Wir haben uns auf den Weg gemacht, nach der in Dresden abgelehnten neuen Heizmethode, der Temperierung, zu forschen. Dabei fanden wir heraus: Die Temperierung ist nicht nur für Künstler, Museumsdirektoren, Galeristen und sonstige Bilderbesitzer interessant, sondern ebenso für den ganz normalen Häuslebauer. Wir haben es mit einer neuen und günstigen Technologie zu tun, die vor allem durch ihre Einfachheit und Sparsamkeit besticht.
Geschichte der Temperierung
Der Museumsrestaurator Henning Großeschmidt arbeitete schon jahrelang bei der Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen in Bayern. Er war unzufrieden mit der Beheizungsmethode der ihm anvertrauten Museen und Kirchen. So stellte er Nachforschungen an, welche Heizsysteme für das optimale Museumsklima geeignet sein könnten.
Im Zuge seiner Recherchen machte er die Bekanntschaft eines Architekten, der ihn in die Kenntnisse über das römische Hypokaustum (alte römische Heizmethode) und in die Grundlagen der Heizphysik, außerhalb des Lehrwissens, einweihte. Dabei stieß Großeschmidt auf ein Grundübel der modernen Heizsysteme: die Beheizung der Luft.
Luftheizung (Konvektion)
Die Luftheizung (Konvektionsheizung) heizt vornehmlich die Luft und warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Darum gingen die Architekten dazu über, die Raumhöhe immer weiter zu verringern. Sie wollten verhindern, daß die Luft nutzlos beheizt an der Decke “steht”. Bis heute wird gemäß diesen Erkenntnissen gebaut und geheizt. Aber schon vor 23 Jahren begann Henning Großeschmidt die alternative Heizmethode – die Temperierung – in die ersten Testläufe zu schicken. Mittlerweile temperiert Henning Großschmidt sehr erfolgreich und ohne jeglichen Schimmelbefall Wohnräume, Museen, Kirchen und Bürogebäude. Die Dämmstoff-Haustechnik-Klimatechnik-Industrie schäumt vor Wut und zittert vor Angst und versucht alles, um die Ausbreitung der Temperierung nach Großeschmidt zu verhindern. Denn es geht um viel Geld, um sehr viel Geld.
Funktionsweise der Temperierung
Die herkömmliche Luftheizung heizt Luft. Die Temperierung nach Großeschmidt dagegen beheizt die Wände von innen; dadurch entsteht Strahlungswärme. In praktischer Umsetzung sieht das folgendermaßen aus: Circa 20 mm unter der Putzschicht werden zwei gewöhnliche Kupferheizrohre (Vor- und Zulauf) in die Wände verlegt. Punkt. Es klingt zu schön, um wahr zu sein, aber das ist tatsächlich schon alles. Mittels der Temperierung können zudem feuchte Wände saniert werden und das trockene Mauerwerk wird undurchlässig für weitere Feuchtigkeit. Und laut eines Versuches in Schweden verbraucht die Temperierung nach Großeschmidt auch noch 20 % weniger Energie als die herkömmliche Luftbeheizung. Die einfache Formel lautet:
Temperieren statt “Heizen – Dämmen – Feuchtesanieren – Klimatisieren”.
Probleme und Widerstände
Wo ist der Haken? (more…)
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Interview: Innovation, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft |
Thursday, 11. January 2007

Steve Jobs erzählt drei bewegende Geschichten aus seinem Leben.
Film ab!
Rede in Textform: (more…)
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Interview: Wirtschaft, Kommentar |
Thursday, 4. January 2007

Interview: Araki Nobuyoshi. Geschichte einer Liebe. (Quicktime-Video)
Araki Nobuyoshi ist eine japanische Explosion. Er hat bis zum heutigen Tage etwa 350 Bücher veröffentlicht, die mit allen bekannten Sujets jonglieren. Von der Blütenfotografie, über Aktfotografie, Liebestagebücher bis hin zu dem denkwürdigen Buch “Le banquet” in dem er Essen und Reste von diesem, in einer obsessiven Weise abbildet. Darüber hinaus ist er nur schwer zu verorten, da er sich für eine Schublade als zu sperrig erweist und somit ein Ärgernis für die Kunstwissenschaft darstellt. Trotz seines Erfolgs und seines weltweiten Ruhms fotografiert er nach wie vor für pornografische Magazine.
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Die japanische Justitz hat sich eingehend mit seinem Werk beschäftigt und laut der englischsprachigen Wikipedia hatte er den einen und anderen Gefängnisaufenthalt zu absolvieren. Nichtsdestotrotz hat er mit seiner kompromißlosen Haltung die japanische Fotografie revolutioniert und zudem (more…)
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Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben |
Wednesday, 3. January 2007

Gottlieb Wilhelm Daimler.
Wie konnte aus einem solch tapferen Volk ein solch jammerndes und wehleidiges Völkchen werden? Wie kann es sein, das wir noch nicht einmal mehr unsere stärksten Tugenden verfolgen: sprich der Kampf um die besten Erneuerungen im technologisch, medizinischen und gesellschaftlichen Bereich?
Sicherlich werden die bestehenden Produkte weiterhin verbessert, Produktionsabläufe weiter effizienter gestaltet. Eine wirkliche Erfindung oder Neuheit ist seit längerem nicht mehr entstanden. Schlichte Politiker reden gerne und lange über Innovation, bewirken aber letzen Endes seit vielen Jahren nichts. Somit hat der normale Mensch den Eindruck, es wird viel geplaudert in diesen Gremien, Konferenzen und Arbeitskreisen. Es werden noch viel mehr Papiere, Exzerpte und Strategieblättchen (more…)
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Interview: Innovation, Interview: Wirtschaft |