Tuesday, 29. May 2007

Interview mit Ondrej Drescher (Quicktime-Video)
Rainer Maria Rilke: Das Buch von der Armut und vom Tode (Auszug)
Vielleicht, daß ich durch schwere Berge gehe
in harten Adern, wie ein Erz allein;
und bin so tief, daß ich kein Ende sehe
und keine Ferne; alles wurde Nähe
und alle Nähe wurde Stein.
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Interview: Kunst und Kultur |
Monday, 21. May 2007

Interview mit Paulus Neef (Quicktime-Video)
“Wer Neuerungen einführen will,
hat alle zu Feinden,
die aus der alten Ordnung Nutzen ziehen,
und hat nur lasche Verteidiger an all denen,
die von der neuen Ordnung Vorteile hätten.”
Niccolo Machiavelli (1649-1527)
Definition der Erfindung
Die Beschreibung des Neuheitsgehalts einer Technologie, hierbei ist nicht die Verbesserung einer bestehenden Technologie gemeint, wurde in Wissenschaftskreisen immer wieder aufs Neue unternommen. Wann gilt eine Technologie wirklich als neu und nicht als eine Verbesserung einer bestehenden Technologie? W. Brian Arthur schreibt dazu: „Eine Technologie besitzt einen Zweck, eine Kombination aus Komponenten, eine Architektur, und verkörpert ein Grundprinzip. Hierbei sei folgendes Beispiel erklärend hinzugefügt: Computer wechseln ihren Zweck allgegenwärtig, ihre Komponenten von Zeit zu Zeit, und die Architektur gelegentlich. Computer sind aber immer Computer. Eine Veränderung bei dem Zweck, den Komponenten oder der Architektur bedeuten eine modifizierte Technologie, aber nicht eine neue Technologie.“
Der Wechsel in einem Grundprinzip kann schon eher als Erfindung gelten. Das Auftauchen der Düsenflugzeuge oder des Laserdruckers waren vollkommen neue Herangehensweisen an das Fliegen und Drucken. Die Triebwerke der Düsenflugzeuge setzten an einem vollkommen neuen physikalischen Prinzip an: am Rückstoßantrieb. Man ließ also die mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßenen Luftteilchen aus dem Düsentriebwerk auf die kalten Luftteilchen aufstoßen und somit einen Schub erzeugen, der das gesamte Fluggerät in Bewegung setzt.
Der Vorgang des Druckens durch einen Laserdrucker läßt sich mit dem Aufmalen von Buchstaben und Bildern durch einen Laserstrahl beschreiben, ein radikaler Bruch mit den festgefügten Schrifttypen des damals gängigen Zeilendruckers. Diese Beispiele verdeutlichen schon eher das im Wechsel eines Grundprinzips eine mögliche Definition der Erfindung liegt, einer radikalen neuen Technologie. So war zum Beispiel die Dampfmaschine von James Watt eine Verbesserung von etwas Vorhandenem, eben der Dampfmaschine von Thomas Newcomen, aber keine neue Erfindung. (Vgl. W. Brian Arthur, 2006)
Wie kommt eine Erfindung in die Welt
Wenn man nun auf Grund dieser Unterteilung zur Innovation vordringen kann und die Verbesserung bestehender Technologien beiseite lässt, beginnt die Fragestellung wie eine Idee oder Erfindung in die Welt kommt, (more…)
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Interview: Innovation, Interview: Wirtschaft |
Wednesday, 16. May 2007

Gilles Rousselet.
Das Internet ist noch immer jung und mit all den Pickeln und Pusteln eines Pubertierenden bedeckt. Natürlich sind die ersten Wellen wild über die Netzgemeinden hinweggefegt. Man hat sich an Accounts, User und Warenkörbe gewöhnt. Es ist nicht mehr ganz so idealistisch, nicht mehr ganz so euphorisch (siehe Cluetrain Manifest), aber es ist immer mehr und immer lebendiger, als viele Auguren beim Platzen der Blase orakelt haben. Das Netz wird also langsam erwachsen, oder wir bauen langsam die Straßen, die wir in dem Dschungel Internet benötigen. Es sind oftmals die jungen und dynamischen Neugründungen wie Skype, Google, Wikipedia (an dieser Stelle sei unser Interview mit Arne Klempert empfohlen) oder auch Linux, die den Takt des Netzes bestimmen. Die alteingesessenen Firmen wie Microsoft oder auch die Hollywood Studios waren nicht diejenigen, die das Netz gestaltet haben.
All diese Erfindungen und neuartigen Herangehensweisen haben viel bewegt und das Momentum, diesen sagenhaften Umbruch in unserer Wirtschaft beschleunigt. Wer hätte vor sechs Jahren geahnt, daß eine Bewegung wie Wikipedia so eine Bedeutung erlangen könnte oder auch diese reizende Applikation Skype, die den Markt der Telekommunikation revolutioniert?
Derzeit werden viele Gespräche und Konferenzen über das sogenannte Web 2.0 geführt, wo sich eine seltsam anmutende Schar (more…)
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Kommentar |
Monday, 14. May 2007

Feature über Mona Breede (Quicktime-Video)
Die Kunst der Fotografie
Ist Fotografie Kunst? Warum sollte das mechanische Aufzeichnen von Lichtbildern denn Kunst sein? Diese Frage bewegt jene Menschen, die sich mit Kunst auseinandersetzen schon seit den ersten Anfängen der Fotografie. Im Jahr 1856 verfaßte C. R. Wigand eine Abhandlung „Über den Kunstwerth eines photographischen Porträts“ und beklagte darin den Mangel an Geist und Leben in den Bildern. So schreibt er darin: „Die vielen Tausende von Porträten, welche diese Eigenschaften mangeln, zeigen, dass nicht die Photographie an diesen Mängeln Ursache ist, sondern der Photograph selbst – es ist nun an der Zeit, mit Geist zu arbeiten, um dem Publikum den Unterschied kennen zu lehren.“ Das heißt nichts anderes, als dass Fotografie durchaus Kunst sein kann, wenn es ihr gelingt, Bilder zu schaffen, die berühren, entweder den Verstand oder das Gefühl – am besten natürlich beides. Und nicht das Medium ist entscheidend, sondern der Künstler. Nicht die Kamera schafft das Kunstwerk, sondern der Fotograf, mit all seinen Gedanken, Ideen und Erfahrungen. Oder mit den Worten Man Rays: „Es ist der Mensch, welches Medium er auch immer benutzt, der das Kunstwerk zum Kunstwerk werden lässt.“

Mona Breede. Life Line. 2006. (more…)
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Interview: Kunst und Kultur |
Tuesday, 8. May 2007

Interview mit Morten Schuldt-Jensen (Quicktime-Video)
Um die Gesellschaft, in der wir leben, zu charakterisieren, ist es sinnvoll zur Beschreibung Beispiele aus den verschiedenen Teilbereichen heranzuziehen. Eine Möglichkeit ist, zu sagen, wir sind eine Konsumgesellschaft. Das allgemeine Konsumverhalten finden wir schließlich nicht nur in unseren exorbitanten Konsumoasen wieder, sondern unter anderem auch in den Beziehungen zwischen Menschen, in der Freizeitgestaltung oder eben auch in der Musik.
„Laut und schön“ muß es sein, um ausverkaufte Konzertsäle zu garantieren. Bildgewaltig und irgendwie sensationell. Stars dürfen nicht fehlen, am besten natürlich schöne Frauen. Allen voran die derzeitige Gallionsfigur der Oper: Anna Netrebko. Und am Ende muß laut „Bravo“ geschrien werden, auch im sonst gefühlsmäßig eher zurückhaltenden Deutschland. Aber wenn eine so schöne Frau ein so langes hohes C singt… (more…)
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Interview: Kunst und Kultur |