Tuesday, 6. October 2009

Interview mit Marius Reiser (Quicktime-Video)
Nach langer Pause, während der wir an drei verschiedenen Dokumentarfilmen arbeiteten und zwei davon fertig gestellt haben, melden wir uns mit einem besonderen Interview zurück.
Wir trafen den Mainzer Theologen Prof. Marius Reiser, der seine Professur aufgab, um damit ein Zeichen des Protestes gegen die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen zu setzen. Den Worten Prof. Reisers in diesem Interview haben wir nichts hinzuzufügen. Er bringt die gesamte Problematik des neuen Studiensystems auf den Punkt. Seine Haltung und seine Aussagen stehen klar und stark für sich.
Wir wünschen unseren Zuschauern nicht nur gute Unterhaltung, sondern vielmehr Erkenntnis und Nachdenklichkeit!
Daniela Krien
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Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft, Interviews |
Sunday, 19. August 2007

Nietzsches Schreibmaschine. Malling Hansen.
Wahlspruch der feinen Geister.
Lieber auf den Zehen noch
als auf allen Vieren -
Lieber durch ein Schlüsselloch
als durch offene Thüren.
Friedrich Nietzsche. Typoskript 1982.
Diese Schreibmaschine reicht an die Berühmtheit seines Bestitzers fast heran. Sein Freund Paul Rée brachte dieses damals neuartige Schreibgerät im Februar 1882 als Geschenk in sein Winterquartier nach Genua. Nietzsche der unter einer schweren Augenkrankheit litt, bedeutete dieses Schreibgerät eine ungeheuere Erleichterung. Von nun an konnte er losgelöst von dem Blatt Papier seine Gedanken niederschreiben, da er bei der handschriftlichen Niederschrift immer wenige Zentimeter vom Blatt entfernt nur die Schrift entziffern konnte. Dies zeigt, das manchmal der technische Fortschritt den Weg für die großen Gedanken ebnet.
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Interview: Innovation, Interview: Kunst und Kultur |
Tuesday, 19. June 2007

Interview mit Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn (Quicktime-Video)
„Youth bulge“: Söhne für den Terror
An der Universität Bremen arbeitet ein Mann, der im Jahr 2003 ein Buch herausbrachte, dessen Inhalt ebenso erschütternd wie plausibel ist. Jenes Buch trägt den Titel: „Söhne und Weltmacht“ und beschäftigt sich thematisch mit dem Zusammenhang zwischen Demografie und Gewaltbereitschaft oder zugespitzt formuliert – mit dem sich weltweit ausbreitenden Terror.
Der Autor dieses erstaunlichen Buches ist Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Jahrgang 1943, Professor an der Universität Bremen und dort Sprecher des Raphael-Lemkin-Instituts für Xenophobie- und Genozidforschung. Er studierte Soziologie, Psychologie, Geschichte, Ökonomie, Publizistik und Religionswissenschaft und ist als Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler promoviert.
„Söhne und Weltmacht“ ist keineswegs Heinsohns einzige herausragende Publikation, es gibt derer viele und alle sind es wert, eingehend besprochen zu werden, denn seine Thesen und Theorien sind oft nicht nur neu, sondern auch bestechend simpel und hervorragend belegt.
In diesem Beitrag soll es allerdings ausschließlich um die Erklärung des Terrors mit Hilfe des Phänomens des „youth bulge“ gehen, das Heinsohn in „Söhne und Weltmacht“ beschreibt.

Jacek Malczewski. Melancholia. 1894. (more…)
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Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit |
Monday, 21. May 2007

Interview mit Paulus Neef (Quicktime-Video)
“Wer Neuerungen einführen will,
hat alle zu Feinden,
die aus der alten Ordnung Nutzen ziehen,
und hat nur lasche Verteidiger an all denen,
die von der neuen Ordnung Vorteile hätten.”
Niccolo Machiavelli (1649-1527)
Definition der Erfindung
Die Beschreibung des Neuheitsgehalts einer Technologie, hierbei ist nicht die Verbesserung einer bestehenden Technologie gemeint, wurde in Wissenschaftskreisen immer wieder aufs Neue unternommen. Wann gilt eine Technologie wirklich als neu und nicht als eine Verbesserung einer bestehenden Technologie? W. Brian Arthur schreibt dazu: „Eine Technologie besitzt einen Zweck, eine Kombination aus Komponenten, eine Architektur, und verkörpert ein Grundprinzip. Hierbei sei folgendes Beispiel erklärend hinzugefügt: Computer wechseln ihren Zweck allgegenwärtig, ihre Komponenten von Zeit zu Zeit, und die Architektur gelegentlich. Computer sind aber immer Computer. Eine Veränderung bei dem Zweck, den Komponenten oder der Architektur bedeuten eine modifizierte Technologie, aber nicht eine neue Technologie.“
Der Wechsel in einem Grundprinzip kann schon eher als Erfindung gelten. Das Auftauchen der Düsenflugzeuge oder des Laserdruckers waren vollkommen neue Herangehensweisen an das Fliegen und Drucken. Die Triebwerke der Düsenflugzeuge setzten an einem vollkommen neuen physikalischen Prinzip an: am Rückstoßantrieb. Man ließ also die mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßenen Luftteilchen aus dem Düsentriebwerk auf die kalten Luftteilchen aufstoßen und somit einen Schub erzeugen, der das gesamte Fluggerät in Bewegung setzt.
Der Vorgang des Druckens durch einen Laserdrucker läßt sich mit dem Aufmalen von Buchstaben und Bildern durch einen Laserstrahl beschreiben, ein radikaler Bruch mit den festgefügten Schrifttypen des damals gängigen Zeilendruckers. Diese Beispiele verdeutlichen schon eher das im Wechsel eines Grundprinzips eine mögliche Definition der Erfindung liegt, einer radikalen neuen Technologie. So war zum Beispiel die Dampfmaschine von James Watt eine Verbesserung von etwas Vorhandenem, eben der Dampfmaschine von Thomas Newcomen, aber keine neue Erfindung. (Vgl. W. Brian Arthur, 2006)
Wie kommt eine Erfindung in die Welt
Wenn man nun auf Grund dieser Unterteilung zur Innovation vordringen kann und die Verbesserung bestehender Technologien beiseite lässt, beginnt die Fragestellung wie eine Idee oder Erfindung in die Welt kommt, (more…)
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Interview: Innovation, Interview: Wirtschaft |
Tuesday, 24. April 2007

Interview mit Arne Klempert, Geschäftsführer der Wikipedia Deutschland (Quicktime-Video)
Wikipedia oder der optimistische Versuch den Realismus zu widerlegen
Es war nicht weniger als die Idee von der Gleichheit der Menschen und der Traum von der Demokratisierung des Wissens: die Gründung der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Im Januar 2001 ging sie online, privat finanziert zunächst vom „Urvater“ der Wikipedia-Idee Jimmy Wales. Die Idee ist so simpel wie einzigartig: Tausende Menschen schreiben in einer großen Gemeinschaftsarbeit an den Beiträgen für die Enzyklopädie. Jeder Leser ist gleichzeitig auch potentieller Autor; denn jeder Nutzer hat ein Zugriffsrecht und kann ins Geschehen eingreifen, soll heißen: mitschreiben, ändern, löschen. Die Änderungen wiederum werden erneut von der Gemeinschaft auf Richtigkeit geprüft und so weiter und so fort. Viele sind intelligenter als ein Einzelner; dieser Gedanke liegt der Wikipedia zugrunde. Auch von Schwarmintelligenz, kollektiver Intelligenz oder Weisheit der Massen ist die Rede wenn es um die Wikipedia geht. Das ist ein Konzept, das manchem Magenschmerzen bereitet, denn hier treffen Weltanschauungen aufeinander: die anti-elitäre (more…)
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Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Wirtschaft |