Archiv für die Kategorie 'Interview: Staatstätigkeit'
Saturday, 24. September 2011

Da man sich derzeit gezwungenermaßen mit den ökonomischen Gegebenheiten auseinandersetzt, möchte ich hier kurz auf einen herausragenden Artikel von Prof. Gunnar Heinsohn hinweisen. Er ist mir kürzlich über den Bildschirm gelaufen und ich muss eingestehen, das diese Darstellung der Gesamtsituation sehr bestechend wirkt.
Die Zukunft der Finanzkrise
Von Gunnar Heinsohn
Japans Geld-Tsunami und der Beginn der Zentralbankfehler
Seit den 1970er Jahren läuft eine „Wall of Money“ an die Küsten Japans, wo die
Weltfinanzkrise 1996 ihren Ausgang nimmt. Das erst seit rund 1900 mit einer
vollgültigen Eigentumsstruktur ausgestattete Land holt aus dieser sehr viel mehr
heraus als Nationen des Westens, die zum Teil schon seit Jahrhunderten mit ihr
wirtschaften. Erst 1982 offenbart ein Artikel in Nature eine zentrale Ursache für
dieses „Wunder“. Japaner haben einen Durchschnitts-IQ von 105 (more…)
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 5.5/8 (2 votes cast)
Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft, Kommentar |
Tuesday, 6. October 2009

Interview mit Marius Reiser (Quicktime-Video)
Nach langer Pause, während der wir an drei verschiedenen Dokumentarfilmen arbeiteten und zwei davon fertig gestellt haben, melden wir uns mit einem besonderen Interview zurück.
Wir trafen den Mainzer Theologen Prof. Marius Reiser, der seine Professur aufgab, um damit ein Zeichen des Protestes gegen die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen zu setzen. Den Worten Prof. Reisers in diesem Interview haben wir nichts hinzuzufügen. Er bringt die gesamte Problematik des neuen Studiensystems auf den Punkt. Seine Haltung und seine Aussagen stehen klar und stark für sich.
Wir wünschen unseren Zuschauern nicht nur gute Unterhaltung, sondern vielmehr Erkenntnis und Nachdenklichkeit!
Daniela Krien
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 7.2/8 (13 votes cast)
Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft, Interviews |
Saturday, 29. December 2007

Interview mit Jock Sturges (Deutsch: Quicktime-Video)
English Version of the Interview and Essay
Offizielle Filmwebsite (Trailer, Gallery, DVD, 99 Minuten)
Jock Sturges und die Schönheit
Im Sommer 2007 reisten wir an die französische Atlantikküste, um einen Künstler zu treffen, dessen Bilder aus der Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie herausragen. Sein Sujet ist der Mensch, sein Handwerkszeug eine Großformatkamera und mit dieser bildet er nichts Geringeres ab als die Schönheit.
Sein Anspruch an ein Bild: Es muß wahr sein. Seit über 30 Jahren nun schon arbeitet der amerikanische Fotograf Jock Sturges an dieser heutzutage leider oft belächelten Idee von Kunst.
Um zu verstehen, was so besonders ist an einem Werk wie seinem, kommt man nicht umhin, sich mit dem Begriff der Schönheit auseinanderzusetzen.

Jock Sturges. Nikki. Montalivet. France. 1996.
Schönheit ist zunächst einmal ein abstrakter Begriff, ein Konzept, das nur schwer eindeutig zu bestimmen ist. Zudem ist Schönheit stark abhängig von geschichtlichen Epochen und Kulturen. Dennoch gibt es ein gewisses Maß an globaler Übereinstimmung was die Vorstellung von etwas Schönem angeht. Als schön kann ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze, ein Gegenstand, aber auch eine Idee oder Seele empfunden werden. Und schon Schiller stellte in seiner Schrift „Kallias oder über die Schönheit“ fest, man könne den Begriff vom Schönen deduktiv herzuleiten versuchen, würde jedoch nicht ohne die Erfahrung des Schönen auskommen. Und Schönheit hat sicherlich jeder Mensch schon einmal erfahren. Jeder hat sofort ein Bild vor Augen. Irgendwie hat es zu tun mit einer gewissen Stimmigkeit der Proportionen, mit Symmetrie, mit Berührung. Was genau nun Schönheit ist, bleibt dennoch ungenau.
Versuch einer Annäherung
Bei dem Versuch, die Schönheit an sich näher zu bestimmen, kommt man (more…)
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 8.0/8 (3 votes cast)
Interview: Fotograf, Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interviews |
Tuesday, 19. June 2007

Interview mit Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn (Quicktime-Video)
„Youth bulge“: Söhne für den Terror
An der Universität Bremen arbeitet ein Mann, der im Jahr 2003 ein Buch herausbrachte, dessen Inhalt ebenso erschütternd wie plausibel ist. Jenes Buch trägt den Titel: „Söhne und Weltmacht“ und beschäftigt sich thematisch mit dem Zusammenhang zwischen Demografie und Gewaltbereitschaft, oder zugespitzt formuliert – mit dem sich weltweit ausbreitenden Terror.
Der Autor dieses erstaunlichen Buches ist Prof. Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Jahrgang 1943, Professor an der Universität Bremen und dort Sprecher des Raphael-Lemkin-Instituts für Xenophobie- und Genozidforschung. Er studierte Soziologie, Psychologie, Geschichte, Ökonomie, Publizistik und Religionswissenschaft und ist als Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler promoviert.
„Söhne und Weltmacht“ ist keineswegs Heinsohns einzige herausragende Publikation, es gibt derer viele und alle sind es wert, eingehend besprochen zu werden, denn seine Thesen und Theorien sind oft nicht nur neu, sondern auch bestechend einfach und hervorragend belegt.
In diesem Beitrag soll es allerdings ausschließlich um die Erklärung des Terrors mit Hilfe des Phänomens „youth bulge“ gehen, das Heinsohn in „Söhne und Weltmacht“ beschreibt.

Jacek Malczewski. Melancholia. 1894. (more…)
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 8.0/8 (1 vote cast)
Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit |
Wednesday, 21. March 2007

Goldenes Kalb. Bronze. Andreas Grahl.
Unsere Warenwelt hält uns Werbebilder vor Augen, die uns suggerieren, das jeder “schön” sein kann, jeder ein “Star” sein kann. Der Großteil der Menschen ist jetzt in diesen Warenwelten gefangen, da sie nichts mehr entgegensetzen können. Sie irrlichtern durch die Regale, durch die Webseiten der pornografischen Verheißungen, der Träume des Starseins. Einsam und unbefriedigt, unfähig noch einen Menschen zu berühren, sogar ängstlich vor einem tieferen Gespräch, suchen sie in ihrem ganzen amorphen Zustand nach einem Glück, welches ihnen die Warenwelt vorgaukelt, aber niemals zur Gänze befriedigt, befriedigen kann, befriedigen will.
So ist dieser Konsument, eingeklemmt in seinen tiefsten Sehnsüchten, ausgebeutet von den Marketingstrategen und Einflüsterern, den cleveren Produktherstellern, unfähig ein eigenes Leben zu führen. Da die kleinste Zelle, die Familie, zerknackt wurde, und man dadurch atomisierte Menschen erhalten hat, ist der willfährige Konsument entstanden. Es gibt keinen besseren Konsumenten, als den unglücklichen. Der Mensch, der außerhalb der Waren- und Dienstleistungswelt glücklich sein kann, oder zumindest zufrieden, der ist ein schlechter Konsument. Das Trommeln (more…)
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 6.0/8 (1 vote cast)
Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft, Kommentar |
Monday, 15. January 2007

Interview: Henning Großeschmidt. Museumsrestaurator. Temperierung. (Quicktime-Video)
Die Frauenkirche – ein Bauskandal
Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche ist ein Beweis für den festen Willen einer kulturverbundenen Bürgerschaft. Millionen von Euro wurden gespendet. Der Grundstein für die neue Frauenkirche wurde am 27. Mai 1994 gelegt. Insgesamt 179 Millionen Euro kostete der Wiederaufbau. Allein die Heizungsanlage verschlang Millionen, nur wurde diese leider wider besseres Wissen gebaut, denn: Die aufgebaute Kirche schimmelt und das ist ein Skandal.
Was ist passiert? Den leitenden Architekten lag die einfache und kostengünstige (maximal 500.000 Euro teure) Variante einer Temperierung vor, nach der ein Schimmelbefall absolut sicher hätte ausgeschlossen werden können. Sie gaben jedoch lieber Millionen aus und bauten nach veralteten und überholten Technologien. Die Architekten und Ingenieure haben im Neubau der Frauenkirche 7,7 Kilometer Heizleitungen verbaut; die Klimaanlage kann 40.000 Kubikmeter Luft pro Stunde bewältigen. Diese Einbauten sollten eigentlich zu einem wohligen Klima führen, nicht aber zu Schimmel.
Da die offensichtlich irrlichternden Bauherren noch immer fest im Sattel sitzen, wird nun mit viel Geld und ohne große Wirkung gegen den Schimmel ansaniert.
Wir haben uns auf den Weg gemacht, nach der in Dresden abgelehnten neuen Heizmethode, der Temperierung, zu forschen. Dabei fanden wir heraus: Die Temperierung ist nicht nur für Künstler, Museumsdirektoren, Galeristen und sonstige Bilderbesitzer interessant, sondern ebenso für den ganz normalen Häuslebauer. Wir haben es mit einer neuen und günstigen Technologie zu tun, die vor allem durch ihre Einfachheit und Sparsamkeit besticht.
Geschichte der Temperierung
Der Museumsrestaurator Henning Großeschmidt arbeitete schon jahrelang bei der Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen in Bayern. Er war unzufrieden mit der Beheizungsmethode der ihm anvertrauten Museen und Kirchen. So stellte er Nachforschungen an, welche Heizsysteme für das optimale Museumsklima geeignet sein könnten.
Im Zuge seiner Recherchen machte er die Bekanntschaft eines Architekten, der ihn in die Kenntnisse über das römische Hypokaustum (alte römische Heizmethode) und in die Grundlagen der Heizphysik, außerhalb des Lehrwissens, einweihte. Dabei stieß Großeschmidt auf ein Grundübel der modernen Heizsysteme: die Beheizung der Luft.
Luftheizung (Konvektion)
Die Luftheizung (Konvektionsheizung) heizt vornehmlich die Luft und warme Luft steigt bekanntlich nach oben. Darum gingen die Architekten dazu über, die Raumhöhe immer weiter zu verringern. Sie wollten verhindern, daß die Luft nutzlos beheizt an der Decke “steht”. Bis heute wird gemäß diesen Erkenntnissen gebaut und geheizt. Aber schon vor 23 Jahren begann Henning Großeschmidt die alternative Heizmethode – die Temperierung – in die ersten Testläufe zu schicken. Mittlerweile temperiert Henning Großschmidt sehr erfolgreich und ohne jeglichen Schimmelbefall Wohnräume, Museen, Kirchen und Bürogebäude. Die Dämmstoff-Haustechnik-Klimatechnik-Industrie schäumt vor Wut und zittert vor Angst und versucht alles, um die Ausbreitung der Temperierung nach Großeschmidt zu verhindern. Denn es geht um viel Geld, um sehr viel Geld.
Funktionsweise der Temperierung
Die herkömmliche Luftheizung heizt Luft. Die Temperierung nach Großeschmidt dagegen beheizt die Wände von innen; dadurch entsteht Strahlungswärme. In praktischer Umsetzung sieht das folgendermaßen aus: Circa 20 mm unter der Putzschicht werden zwei gewöhnliche Kupferheizrohre (Vor- und Zulauf) in die Wände verlegt. Punkt. Es klingt zu schön, um wahr zu sein, aber das ist tatsächlich schon alles. Mittels der Temperierung können zudem feuchte Wände saniert werden und das trockene Mauerwerk wird undurchlässig für weitere Feuchtigkeit. Und laut eines Versuches in Schweden verbraucht die Temperierung nach Großeschmidt auch noch 20 % weniger Energie als die herkömmliche Luftbeheizung. Die einfache Formel lautet:
Temperieren statt “Heizen – Dämmen – Feuchtesanieren – Klimatisieren”.
Probleme und Widerstände
Wo ist der Haken? (more…)
VN:F [1.7.9_1023]
Rating: 6.0/8 (6 votes cast)
Interview: Innovation, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft |