Archiv für die Kategorie 'Interviews'
Tuesday, 23. March 2010

Interview mit Elinor Carucci als Quicktime-Video: Klick!
Offizielle Filmwebsite: PEOPLE * LOVE * PHOTOS
DIE FOTOGRAFIN ELINOR CARUCCI
Eine geöffnete Toilette: Menstruationsblut einer Frau darin. Eine Pinzette an einem weiblichen Brusthaar angesetzt. Rotgeschminkte Lippen in Großaufnahme. Fingernägelabdrücke in einer Handinnenfläche. Ein kleines Kind mit laufender Nase. Die Narben eines Kaiserschnitts auf einem vernarbtem Bauch…konzentrierte Intimität.
Kunst muß berühren. Geist oder Herz oder beides. Am besten beides.

Fotografie von Elinor Carucci. Eran and I. 1998. (more…)
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Wednesday, 17. March 2010

EYEMAZING: Review von Sarah Baxter über PEOPLE * LOVE * PHOTOS
Leider ist das wunderbare und überaus preisbewußte Magazin EYEMAZING noch nicht so bekannt. Oder sagen wir besser es ist nur einer kleinen Gourmet-Schicht bekannt. Da wir jetzt wiederum ein schönes, unterhaltsames und vernichtendes Review über unseren neuen Film bekommen haben, empfehlen wir es natürlich gleich dreimal. Sarah Baxter hat sich unseren Film angeschaut, kritisch alles beleuchtet und ihn als sehenswert befunden. Nun gut, wir sagen es gleich noch hinzu: EYEMAZING ist Gewinner des Lucie Awards für “Best Photography Magazine of the Year 2008″. Dies ist alles schön. Noch schöner wäre es natürlich wenn Sie unseren Film kaufen würden oder auch unseren Film und die neue Ausgabe von EYEMAZING. Natürlich könnten Sie auch einfach nur schnell vorbei surfen und kein Geld ausgeben. Wenn Sie jetzt unseren Film wirklich nicht kaufen, obwohl wir jetzt so ein schönes Review, welches so vernichtend ist, und den Kauf unseres Films erheblich ankurbeln wird, so würden wir dies natürlich umfassend bedauern. Da wir es aber gar nicht bemerken werden, wenn Sie unseren Film nicht kaufen werden, werden wir gar nicht Möglichkeit bekommen, dies zu bedauern. Aus diesem Grunde wäre es am allerbesten, wenn Sie jetzt sofort unseren Film kaufen würden.
Sie kriegen jetzt noch die ersten Zeilen von diesem oben erwähnten Review hier präsentiert, mundgerecht sozusagen, damit Sie ja nicht denken, das Sie hier einfach so vorbeisurfen können, alles umsonst in sich aufsaugen und schnurstracks wieder in den unendlichen Weiten des großen Netzes verschwinden können.
Hier sind jetzt die ersten Zeilen von Sarah Baxter des sagenumwobenen Reviews, was Ihnen jetzt den letzten Stoß versetzen soll, das Sie Ihre digitale Geldbörse öffnen und einfach mal mir nichts dir nichts unseren Film einkaufen. (more…)
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Monday, 26. October 2009

Interview mit Tanyth Berkeley: Quicktime-Video
OFFICIAL FILMWEBSITE: PEOPLE * LOVE * PHOTOS (A film about 4 American Photographer)
New York ist ein Magnet, der Inbegriff all dessen, was großstädtisches Leben verlockend macht: Geschwindigkeit, Freiheit, Fülle an Möglichkeiten, Kunst und Kultur. New York ist sexy, entgegen allen Behauptungen, diese Stadt sei in ihrer Attraktivität längst abgelöst worden von anderen Metropolen. Wer New York besucht, spürt noch immer das große Versprechen, den amerikanischen Traum.

Photo courtesy of Tanyth Berkeley.
Tanyth Berkeley lebt in New York. Die junge Fotografin, unlängst mit einer eigenen Show im MOMA vertreten, lebt und atmet im Rhythmus ihrer Stadt. Wenn sie mit ihrer Kamera durch die Straßen Brooklyns zieht, scheint es, als sei dies und nichts anderes ihr natürlicher Lebensraum, als hörte sie nicht den ohrenbetäubenden Lärm der subway, als bemerkte sie nicht den Abgasgeruch der Autokolonnen, als sähe sie nicht die zerstörten Gesichter so einiger Menschen, die ihren Weg kreuzen. (more…)
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Tuesday, 6. October 2009

Interview mit Marius Reiser (Quicktime-Video)
Nach langer Pause, während der wir an drei verschiedenen Dokumentarfilmen arbeiteten und zwei davon fertig gestellt haben, melden wir uns mit einem besonderen Interview zurück.
Wir trafen den Mainzer Theologen Prof. Marius Reiser, der seine Professur aufgab, um damit ein Zeichen des Protestes gegen die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen zu setzen. Den Worten Prof. Reisers in diesem Interview haben wir nichts hinzuzufügen. Er bringt die gesamte Problematik des neuen Studiensystems auf den Punkt. Seine Haltung und seine Aussagen stehen klar und stark für sich.
Wir wünschen unseren Zuschauern nicht nur gute Unterhaltung, sondern vielmehr Erkenntnis und Nachdenklichkeit!
Daniela Krien
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Friday, 25. April 2008

Interview mit Clemens Meyer (Quicktime-Video)
Zwischen den Stühlen
Wer als Besucher nach Leipzig kommt, bewegt sich in der Regel vor allem im innersten Kreis der Stadt. Zwischen Nikolai- und Thomaskirche, Museen und Cafés zeigt sich Leipzig von der Schokoladenseite.
In die Stadtteile Reudnitz oder Anger-Crottendorf verschlägt es den Touristen wenn überhaupt, dann nur versehentlich. Sehenswürdigkeiten gibt es dort keine und die Kneipen taugen eher zum Absturz als zum Genuß. Selbst Berufsoptimisten verschlägt es dort die gute Stimmung. Das Straßenbild wird von Menschen geprägt, deren Lebenslage tatsächlich prekär ist. Dort lebt auch – nicht aus Not, sondern ganz bewusst -, Clemens Meyer, Schriftsteller und Preisträger des diesjährigen Literaturpreises der Leipziger Buchmesse. Meyer hat auch prekäre Zeiten hinter sich. Das kann man lesen in seinem ersten Roman „Als wir träumten“, einer Geschichte über ein paar Jugendliche im Leipziger Osten der Nachwendejahre. Dieses kraftvolle und wirklich erschütternde Buch hat viele Leser und Kritiker tief beeindruckt und sicher keinen unberührt gelassen.
Sein zweites Buch „Die Nacht, die Lichter“ ist eine Sammlung von Erzählungen. Stil und Sprache dieses Buchs sprechen für die literarische aber auch persönliche Weiterentwicklung Meyers. Die Menschen aber, über die Meyer schreibt, sind die gleichen geblieben, nur dass sie jetzt erwachsen geworden sind, wie er selbst.
Clemens Meyer schreibt viel über Leute, mit denen sich in der Regel nur das Arbeitsamt (more…)
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Saturday, 29. December 2007

Interview mit Jock Sturges (Deutsch: Quicktime-Video)
English Version of the Interview and Essay
Offizielle Filmwebsite (Trailer, Gallery, DVD, 99 Minuten)
Jock Sturges und die Schönheit
Im Sommer 2007 reisten wir an die französische Atlantikküste, um einen Künstler zu treffen, dessen Bilder aus der Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie herausragen. Sein Sujet ist der Mensch, sein Handwerkszeug eine Großformatkamera und mit dieser bildet er nichts Geringeres ab als die Schönheit.
Sein Anspruch an ein Bild: Es muß wahr sein. Seit über 30 Jahren nun schon arbeitet der amerikanische Fotograf Jock Sturges an dieser heutzutage leider oft belächelten Idee von Kunst.
Um zu verstehen, was so besonders ist an einem Werk wie seinem, kommt man nicht umhin, sich mit dem Begriff der Schönheit auseinanderzusetzen.

Jock Sturges. Nikki. Montalivet. France. 1996.
Schönheit ist zunächst einmal ein abstrakter Begriff, ein Konzept, das nur schwer eindeutig zu bestimmen ist. Zudem ist Schönheit stark abhängig von geschichtlichen Epochen und Kulturen. Dennoch gibt es ein gewisses Maß an globaler Übereinstimmung was die Vorstellung von etwas Schönem angeht. Als schön kann ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze, ein Gegenstand, aber auch eine Idee oder Seele empfunden werden. Und schon Schiller stellte in seiner Schrift „Kallias oder über die Schönheit“ fest, man könne den Begriff vom Schönen deduktiv herzuleiten versuchen, würde jedoch nicht ohne die Erfahrung des Schönen auskommen. Und Schönheit hat sicherlich jeder Mensch schon einmal erfahren. Jeder hat sofort ein Bild vor Augen. Irgendwie hat es zu tun mit einer gewissen Stimmigkeit der Proportionen, mit Symmetrie, mit Berührung. Was genau nun Schönheit ist, bleibt dennoch ungenau.
Versuch einer Annäherung
Bei dem Versuch, die Schönheit an sich näher zu bestimmen, kommt man (more…)
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