Archiv für die Kategorie 'Interviews'
Monday, 26. October 2009

Interview mit Tanyth Berkeley: Quicktime-Video
OFFICIAL FILMWEBSITE: PEOPLE * LOVE * PHOTOS (A film about 4 American Photographer)
New York ist ein Magnet, der Inbegriff all dessen, was großstädtisches Leben verlockend macht: Geschwindigkeit, Freiheit, Fülle an Möglichkeiten, Kunst und Kultur. New York ist sexy, entgegen allen Behauptungen, diese Stadt sei in ihrer Attraktivität längst abgelöst worden von anderen Metropolen. Wer New York besucht, spürt noch immer das große Versprechen, den amerikanischen Traum.

Photo courtesy of Tanyth Berkeley.
Tanyth Berkeley lebt in New York. Die junge Fotografin, unlängst mit einer eigenen Show im MOMA vertreten, lebt und atmet im Rhythmus ihrer Stadt. Wenn sie mit ihrer Kamera durch die Straßen Brooklyns zieht, scheint es, als sei dies und nichts anderes ihr natürlicher Lebensraum, als hörte sie nicht den ohrenbetäubenden Lärm der subway, als bemerkte sie nicht den Abgasgeruch der Autokolonnen, als sähe sie nicht die zerstörten Gesichter so einiger Menschen, die ihren Weg kreuzen. (more…)
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Interview: Fotograf, Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interviews |
Tuesday, 6. October 2009

Interview mit Marius Reiser (Quicktime-Video)
Nach langer Pause, während der wir an drei verschiedenen Dokumentarfilmen arbeiteten und zwei davon fertig gestellt haben, melden wir uns mit einem besonderen Interview zurück.
Wir trafen den Mainzer Theologen Prof. Marius Reiser, der seine Professur aufgab, um damit ein Zeichen des Protestes gegen die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen zu setzen. Den Worten Prof. Reisers in diesem Interview haben wir nichts hinzuzufügen. Er bringt die gesamte Problematik des neuen Studiensystems auf den Punkt. Seine Haltung und seine Aussagen stehen klar und stark für sich.
Wir wünschen unseren Zuschauern nicht nur gute Unterhaltung, sondern vielmehr Erkenntnis und Nachdenklichkeit!
Daniela Krien
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Interview: Gesellschaft, Interview: Innovation, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interview: Wirtschaft, Interviews |
Saturday, 29. December 2007

Interview mit Jock Sturges (Deutsch: Quicktime-Video)
English Version of the Interview and Essay
Offizielle Filmwebsite (Trailer, Gallery, DVD, 99 Minuten)
Jock Sturges und die Schönheit
Im Sommer 2007 reisten wir an die französische Atlantikküste, um einen Künstler zu treffen, dessen Bilder aus der Vielfalt der zeitgenössischen Fotografie herausragen. Sein Sujet ist der Mensch, sein Handwerkszeug eine Großformatkamera und mit dieser bildet er nichts Geringeres ab als die Schönheit.
Sein Anspruch an ein Bild: Es muß wahr sein. Seit über 30 Jahren nun schon arbeitet der amerikanische Fotograf Jock Sturges an dieser heutzutage leider oft belächelten Idee von Kunst.
Um zu verstehen, was so besonders ist an einem Werk wie seinem, kommt man nicht umhin, sich mit dem Begriff der Schönheit auseinanderzusetzen.

Jock Sturges. Nikki. Montalivet. France. 1996.
Schönheit ist zunächst einmal ein abstrakter Begriff, ein Konzept, das nur schwer eindeutig zu bestimmen ist. Zudem ist Schönheit stark abhängig von geschichtlichen Epochen und Kulturen. Dennoch gibt es ein gewisses Maß an globaler Übereinstimmung was die Vorstellung von etwas Schönem angeht. Als schön kann ein Mensch, ein Tier, eine Pflanze, ein Gegenstand, aber auch eine Idee oder Seele empfunden werden. Und schon Schiller stellte in seiner Schrift „Kallias oder über die Schönheit“ fest, man könne den Begriff vom Schönen deduktiv herzuleiten versuchen, würde jedoch nicht ohne die Erfahrung des Schönen auskommen. Und Schönheit hat sicherlich jeder Mensch schon einmal erfahren. Jeder hat sofort ein Bild vor Augen. Irgendwie hat es zu tun mit einer gewissen Stimmigkeit der Proportionen, mit Symmetrie, mit Berührung. Was genau nun Schönheit ist, bleibt dennoch ungenau.
Versuch einer Annäherung
Bei dem Versuch, die Schönheit an sich näher zu bestimmen, kommt man (more…)
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Interview: Fotograf, Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Liebe und Leben, Interview: Politik, Interview: Staatstätigkeit, Interviews |
Tuesday, 5. June 2007

Feature über Thomas Olbricht (Quicktime-Video)
Feature in English (Quicktime-Video)
Die Leidenschaft des Kunstsammlers
Das Sammeln ist eine Leidenschaft und – oder – die Kompensation eines Mangels, wie Sigmund Freud behauptete. Welcher Mangel dies ist, das wird wohl ein wohlbehütetes Geheimnis eines jeden Sammlers bleiben. Neben den kühl kalkulierenden Sammlern, die immer auch den Kunstmarkt und die Wertsteigerung der erworbenen Kunstobjekte im Sinn haben, gibt es die Sammler, die tatsächlich aus reiner Freude an der Kunst sammeln und denen es gleichgültig ist, ob ein Werk als Geldanlage taugt. Deren Neuerwerbungen erfolgen meist rein intuitiv und einige von ihnen haben das Sammeln von Kunst zum Lebensinhalt gemacht.
Aber, um das Thema noch etwas zu intensivieren, man findet noch weitere Gründe, Kunst zu kaufen. So nannte Christina Karasek in ihrem 2004 erschienenen Buch „Künstler machen? Aspekte des Kunstmarktes.“ sechs verschiedene Gründe:
1. Finanziell ausgerichtete Bedürfnisse
2. Dekorative Bedürfnisse
3. Signalisieren einer Gruppenzugehörigkeit
4. Ästhetisches Erlebnis
5. Weltanschauliche Erfahrung
6. Kunstförderung

John Issacs. Thinking about It. 2002 (more…)
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Interview: Kunst und Kultur, Interview: Kunstsammler, Interviews |
Monday, 22. January 2007

Interview: Harald Falckenberg. Kunstsammler. Quicktime-Video
Der private Sammler
Sammeln ist eine Leidenschaft oder auch, frei nach Freud, eine Ersatzhandlung – zurückzuführen auf die Ablösung des Kindes von der Mutter. Und wenn die Zeit der Kuscheltiere vorbei ist, kann das ausgewachsene Kind Briefmarken oder im besten Fall Kunst sammeln. Wenn ein Privatmann Kunst sammelt, aus welchem Grund auch immer, befindet er sich im Vergleich zu institutionellen Sammlern in einem großen Vorteil. Er kann seinem Gefühl folgen, aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen. Er ist keinem Rechenschaft schuldig, selbst wenn er sich zum Kauf von Grenzwertigem entschließt: Obszönes, Pornographisches, Gewalttätiges – wohlgemerkt: in einem künstlerischen Kontext. Die Sammlungen privater Kunstliebhaber sind oftmals spannender und vielseitiger als die Sammlungen irgendwelcher Sparkassenstiftungen, die sicher keinen Jonathan Meese entdeckt hätten. Wenngleich mutige Einkäufer nicht immer gleichzeitig auch Qualität einzuschätzen in der Lage sind, so sind sie doch ein überaus bedeutsamer Bestandteil des Kunstmarktes.

Gerhard Richter. Fiktion/Fiction. 1976.
Harald Falckenberg, Anwalt und privater Sammler, lebt in Hamburg. In seiner 6000 qm großen Ausstellungs- und Lagerhalle finden sich wahre Schätze der modernen und postmodernen Kunst. Joseph Beuys, Keith Haring, Gerhard Richter, Nam June Paik, Martin Kippenberger, Jonathan Meese sind nur eine Auswahl der Künstler, deren Werke Falckenberg sein Eigen nennen darf. Mit 50 Jahren begann er mit dem Sammeln und sicherlich wird er nicht mehr aufhören damit.
Der kindliche Künstler
Sicherlich ist es für einen Künstler unentbehrlich, sich ein kindliches Element (more…)
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Interview: Gesellschaft, Interview: Kunst und Kultur, Interview: Kunstsammler, Interview: Liebe und Leben, Interviews |