Robert Frank und die Amerikaner

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Robert Frank von Richard Avedon fotografiert.

Robert Frank ist einer der Titanen der dokumentarischen Fotografie. Sein Werk “The Americans” gilt als ein Meilenstein der dokumetarisch - poetischen Fotografie. Selbst in der ehemaligen DDR kursierten Exemplare seiner Bücher. Für einige Fotografen, so zum Beispiel für Evelyn Richter und Arno Fischer, war Robert Frank, neben Henri Cartier-Bresson, eines der wichtigsten Vorbilder.

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Das Buch “The Americans” empfand die damalige Öffentlichkeit als so brisant und schockierend, dass Robert Frank sein Buch erst im guten alten Europa, genauer gesagt bei einem französischen Verleger 1958 veröffentlichen konnte. Erst ein Jahr später wurde es dann in Amerika gedruckt und begründete auch dort seinen Ruhm. Wie oben schon angedeutet, empfinde ich seine Bilder einerseits als stark dokumentarisch und andererseits als ausgesprochen poetisch. Dies ist auch die Mischung, die diese Bilder auf die Ebene der Kunst hebt.
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Robert Frank. “Parade - Hoboken, New Jersey”. 1958.

Aber Robert Frank beschränkte sich nicht ausschließlich aufs Fotografieren. Er arbeitete ebenso mit bewegten Bildern, schuf ab 1958 zahlreiche Filme, blieb dabei allerdings vergleichsweise unbeachtet. Eines der bekannteren Beispiele für sein Schaffen als Filmemacher ist “Cocksucker blues” (1972), die Filmdokumentation über eine der Rolling-Stones Tourneen durch Amerika. Sie zeigt den Alltag jener weltberühmten Rockband und spart dabei kaum etwas aus. Vor allem aufgrund der Darstellungen diverser sexueller Ausschweifungen wurde die Aufführung durch die Mitglieder der Band untersagt. Eine Kopie des Films liegt gut verwahrt im Essener Folkwang-Museum und darf nur nach ausdrücklicher Genehmigung Mick Jaggers gezeigt werden.

Ich habe Robert Frank 1995 kennengelernt und war von seiner Bescheidenheit und seinem gebrochenen Wesen sehr beeindruckt. Sein Leben war und ist erfolgreich und dramatisch. Robert Frank verlor seine beiden Kinder auf tragischste Weise. In seinen späteren Bildern versucht er das Geschehene zu verarbeiten.
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Robert Frank. “Sick of Goodby´s”. 1978.

Euer Lazar


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