Carla van de Puttelaar: Die Schönheit der Frau

Hier ist ein neuer Stern am Himmel der Kunst. Wir haben ein achtsames Interview oder sagen wir besser Gespräch mit Carla van de Puttelaar in Amsterdam geführt. Irgendwo an einem Kay, in einer abseitigen Bibliothek. Und wir haben über die Schönheit des Menschen gesprochen, die zynische Witzkunst (Interieuer-Design) eines Damien Hirst beiseite gelassen und uns den Wurzeln des Menschseins zugewandt. Das Schönste an der Art Schönheit, die Carla van de Puttelaar vertritt: Sie hat ihre Schönheit ganz konservativ mit drei Kindern und einem dazugehörigen Mann verfestigt.
Die hier vorgestellten Bilder sind in ihrer Wohnung in einer kleinen Ecke entstanden. Sie selbst ist in ihrem Auftreten bescheiden, licht und hell.

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Carla van de Puttelaar. Untitled. 2006. C-print.

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Carla van de Puttelaar. Untitled. 2004. C-print.

Thomas Struth konnte mit den Bildern von Carla van de Puttelaar nichts anfangen. Carla äußerte auch den Eindruck, die deutsche Kunstfotografie bestehe ausschließlich aus der Becherklasse. Sie findet vieles aus dieser Strömung überwertet, bis auf den allseits geliebten Mr. Gursky.

Die Käufer ihrer Werke sind vornehmlich Franzosen, Italiener und Spanier; keine Deutschen. Die hatten aber in den letzten 100 Jahren sowieso nicht viel mit Schönheit zu schaffen. Ja man könnte sich gar versteigen und behaupten, wir Deutschen seien viel zu hartherzig geworden, ob dieser ganzen Stahlgewitter, und der Neubeginn und die wirklichen Gefühle seien dem deutschen Volke verschlossen. Aus diesem Grunde besteht jetzt die Möglichkeit, alte Wunden zu heilen und die Gefühle wieder zu entdecken.

Diejenigen, die im Angesicht dieser Bilder nichts spüren, sind leider tot. Alle anderen sind herzlich eingeladen, weiterhin frohen Mutes zu leben und die eigenen Gefühle endlich mal wieder sich räkeln zu lassen.
Film ab! (Quicktime-Video)

Euer Lazar


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