Amira Casar und Catherine Breillat: Ein Männermärchen 01
Amira Casar. Anatomy of hell. 2004.
Nun wir geben unumwunden zu, Amira Casar ist ein wundervolles Prachtweib mit einem fruchtigen Körper und der Eleganz einer Berberfrau. Der Film “Anatomy of hell” ist sicherlich nicht mißlungen, er ist aber auch ein weiterer Hieb auf die Männer, den wir hier nicht unerwähnt lassen möchten.
Wir beschreiben hier in kurzen Stücken die Gedanken von Catherine Breillat über ihren Film.
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“Der Mann, der keine Frauen mag”
Ich denke, wir können den Nightclub vom Beginn des Films als eine Allegorie auf die Menschheit (und nicht nur die Schwulen) auffassen. Die Männer erobern die Oberfläche des Planeten, und die Frau bleibt außen vor. Da es nur Männer in dieser Welt gibt, schätzen und lieben sie einander. Sie brauchen keine Frauen zu lieben.
Damit konfrontiert, ist es der Frau unmöglich zu existieren, ohne dass ihre Menschenwürde Schaden nimmt. Schließlich entstand sie aus Adams Rippe und ist, wie die Bücher sagen, zum Dienen geschaffen. Wenn Frauen durch ihr Geschlecht definiert sind, dann denke ich, dass sie durch Sex, losgelöst von der Funktion der Reproduktion und der gesellschaftlichen Verleugnung des Menschseins, ihre Identitäten entwickeln können. Sich zu weigern, Sex als einen Weg zur Gewinnung von Erkenntnis zu verstehen, und ihn stattdessen, seiner Aura beraubt, zu einem schlichten Objekt des Spottes zu machen, stellt in meinen Augen eine Verleugnung des Menschseins dar. Dagegen wehrt sich mein Film.
Dies ist nur der erste Streich, der zweite folgt sodann.
Euer Lazar
Über diesen Artikel
Du liest gerade “Amira Casar und Catherine Breillat: Ein Männermärchen 01,” einen Artikel aus unserem Weblog: Texte zur Kunst
- Publiziert am:
- 12.11.06 / 11am
- Kategorie:
- Film
-
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