Rodin: “Einminuten-Zeichnungen” 08

Auguste Rodin.
Graf Harry Kessler mußte im Jahre 1906 von seinem Posten als Verwaltungsratsvorsitzender des großherzoglichen Museums in Weimar zurücktreten, weil er eine Ausstellung mit den “Einminuten-Zeichnungen” zugelassen hatte. Dieser kleine abseitige Vorfall zeigt auf, wie das konservative Bürgertum gegen die Darstellung des Sexuellen in der bildenden Kunst vorging. Zudem versuchte man das bildnerische Werk von Rodin’s Skulpturen, welches als salonfähig erschien, vor dem “schmutzigen” und schattenhaften Werken Rodin’s zu schützen.
Somit galt, was heute noch immer gilt, das Sexuelle in der bildnerischen Kunst ist noch immer ein gefährliches Terrain. Und wagt sich ein Künstler, wie z.B. Nobuyoshi Araki, auf dieses unbestellte Feld, so hat er immer mit Repressionen zu rechnen. Araki Nobuyoshi saß mehrfach für sein bildnerisches Werk in Gefängniszellen.
Lazar
Über diesen Artikel
Du liest gerade “Rodin: “Einminuten-Zeichnungen” 08,” einen Artikel aus unserem Weblog: Texte zur Kunst
- Publiziert am:
- 04.03.07 / 4pm
- Kategorie:
- Malerei
-
Leider wurden keine entsprechenden Schlagwörter gefunden. Es tut uns leid.
Kein Kommentar
Jump to comment form | comments rss [?] | trackback uri [?]