März 20th, 2007

Susan Sontag.
Susan hat sich bemüht, die Gräben nicht tiefer werden zu lassen. Ich traf sie zufällig auf der Frankfurter Buchmesse, kurz vor ihrem Tod. Ich bedankte mich für ihr großes Werk.
Platons Höhlengleichnis ist und bleibt eines der wichtigsten Schlüssel für unsere Bilderwelt….
Sie war mit Annie Leibovitz liiert und starb kürzlich an Krebs.
Hier ein wichtiger Auszug aus dem Buch “Über Fotografie”:
In Platos Höhle
Noch nicht zu höherer Erkenntnis gelangt, hält die Menschheit Weiterlesen »
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Oktober 24th, 2006

Nicole Kidman als Diane Arbus. 2006.
Diane Arbus war eine große Künstlerin und hat sicherlich einen wichtigen Beitrag für die Fotografie geleistet. Richard Avedon war ein großer Bewunderer von ihr und unterstützte sie Zeit ihres Lebens. Aber die Haltung, die sie mittels ihrer Bildern nach außen trug, war einseitig und teils gespenstisch (erinnert manchmal an eine Geisterbahn…).
Der Mensch ist nicht so göttlich, so wunderschön, so makellos, wie ihn viele gerne hätten. Und Diane Arbus war es schon gar nicht. Diese Photographin, die sich zeitlebens mit den Freaks, den Maskierten, den Schattenwesen unserer zivilisierten Welt auseinander gesetzt hat, bekommt jetzt aber von Nicole Kidman posthum sozusagen ein makelloses, geradezu glatt glänzendes, in HighDefinition aufpoliertes Filmchen auf ihr Grab gesetzt. Dies ist wohl nur bei unseren amerikanischen Brüdern und Schwestern möglich, einen solch polierten Film über ein eigentlich zutiefst dramatisches Künstlerleben. Und nun das: Künstlerleben light.
Somit sind die folgenden Bilder von Diane Arbus im Kontrast zu den kleinen Screenshots von FUR mit Nicole Kidman zu sehen:

Diane Arbus. Eine Burg in Disneyland. Kalifornien. 1962.

Diane Arbus. Eineiige Zwillinge. Roselle, New Jersey. 1967. Weiterlesen »
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August 31st, 2006

Robert Frank von Richard Avedon fotografiert.
Robert Frank ist einer der Titanen der dokumentarischen Fotografie. Sein Werk “The Americans” gilt als ein Meilenstein der dokumetarisch - poetischen Fotografie. Selbst in der ehemaligen DDR kursierten Exemplare seiner Bücher. Für einige Fotografen, so zum Beispiel für Evelyn Richter und Arno Fischer, war Robert Frank, neben Henri Cartier-Bresson, eines der wichtigsten Vorbilder.

Das Buch “The Americans” empfand die damalige Öffentlichkeit als so brisant und schockierend, dass Robert Frank sein Buch erst im guten alten Europa, genauer gesagt bei einem französischen Verleger 1958 veröffentlichen konnte. Erst ein Jahr später wurde es dann in Amerika gedruckt und begründete auch dort seinen Ruhm. Wie oben schon angedeutet, empfinde ich seine Bilder einerseits als stark dokumentarisch und andererseits als ausgesprochen poetisch. Dies ist auch die Mischung, die diese Bilder auf die Ebene der Kunst hebt.
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