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Amira Casar und Catherine Breillat 02

März 16th, 2007

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Amira Casar in dem Film “Anatomy of hell” von Catherine Breillat
Ein Männermärchen 

 “Das an Christus erinnernde Blut der Frauen”
Die Tampon-Szene findet sich im Alten Testament. Religion beschäftigt
sich mit der Frage der weiblichen Periode. Ich las das Alte Testament,
als wir den Film montierten, und stieß auf eine Seite, auf der das Wort
für Wort so geschrieben stand. Ich habe es wörtlich übernommen, weil
wir von dem Thema durchdrungen sind, zog allerdings den entgegen-
gesetzten Schluss zu dem von der Unreinheit und Knechtschaft der
Frau. Wenn mir jemand sagt, das kannst du doch nicht zeigen, verwei-
se ich ihn auf jene Seite aus der Bibel. Das Alte Testament ist von
einem literarischen und künstlerischen Standpunkt aus betrachtet ein
gutes Buch, aber eine Religion darauf zu begründen, ist barbarisch. Weiterlesen »

Amira Casar und Catherine Breillat: Ein Männermärchen 01

Dezember 11th, 2006

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Amira Casar. Anatomy of hell. 2004.

Nun wir geben unumwunden zu, Amira Casar ist ein wundervolles Prachtweib mit einem fruchtigen Körper und der Eleganz einer Berberfrau. Der Film “Anatomy of hell” ist sicherlich nicht mißlungen, er ist aber auch ein weiterer Hieb auf die Männer, den wir hier nicht unerwähnt lassen möchten.

Wir beschreiben hier in kurzen Stücken die Gedanken von Catherine Breillat über ihren Film.
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“Der Mann, der keine Frauen mag”
Ich denke, wir können den Nightclub vom Beginn des Films als eine Allegorie auf die Menschheit (und nicht nur die Schwulen) auffassen. Die Männer erobern die Oberfläche des Planeten, und die Frau bleibt außen vor. Da es nur Männer in dieser Welt gibt, schätzen und lieben sie einander. Sie brauchen keine Frauen zu lieben.

Damit konfrontiert, ist es der Frau unmöglich zu existieren, ohne dass ihre Menschenwürde Weiterlesen »

Carla van de Puttelaar: Die Schönheit der Frau

November 27th, 2006

Hier ist ein neuer Stern am Himmel der Kunst. Wir haben ein achtsames Interview oder sagen wir besser Gespräch mit Carla van de Puttelaar in Amsterdam geführt. Irgendwo an einem Kay, in einer abseitigen Bibliothek. Und wir haben über die Schönheit des Menschen gesprochen, die zynische Witzkunst (Interieuer-Design) eines Damien Hirst beiseite gelassen und uns den Wurzeln des Menschseins zugewandt. Das Schönste an der Art Schönheit, die Carla van de Puttelaar vertritt: Sie hat ihre Schönheit ganz konservativ mit drei Kindern und einem dazugehörigen Mann verfestigt.
Die hier vorgestellten Bilder sind in ihrer Wohnung in einer kleinen Ecke entstanden. Sie selbst ist in ihrem Auftreten bescheiden, licht und hell.

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Carla van de Puttelaar. Untitled. 2006. C-print. Weiterlesen »

Araki Nobuyoshi: Tokyo 1969 - 1972 ° 1973

November 2nd, 2006

Es ist wohl der Untergrund, das vermeintlich Unsichtbare, was Araki Nobuyoshi so sehr fasziniert. Eines seiner frühen Werke, die kürzlich in der Pinakothek der Moderne als aus 28 Diptychen bestehende Bildserie gezeigt wurden, macht diese Beschäftigung Arakis sichtbar. In jedem oberen Bild eines jeden Diptychons werden Menschen an einer Tokyoter Kreuzung in einer alltäglichen Situation gezeigt. Im jeweils unteren Bild hat Araki Liebespaare, junge Frauen und Bordellszenen fotografiert. Der heutige Mensch hat eine Oberfläche erschaffen, die so unaufgeregt wirkt, daß man fast darüber vergisst, welche Energien in den Menschen verborgen sind. Arakai aber holt sie hervor.

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Araki Nobuyoshi. Weiterlesen »