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FUR: Als Nicole Kidman Diane Arbus sein wollte!

Oktober 24th, 2006

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Nicole Kidman als Diane Arbus. 2006.

Diane Arbus war eine große Künstlerin und hat sicherlich einen wichtigen Beitrag für die Fotografie geleistet. Richard Avedon war ein großer Bewunderer von ihr und unterstützte sie Zeit ihres Lebens. Aber die Haltung, die sie mittels ihrer Bildern nach außen trug, war einseitig und teils gespenstisch (erinnert manchmal an eine Geisterbahn…).

Der Mensch ist nicht so göttlich, so wunderschön, so makellos, wie ihn viele gerne hätten. Und Diane Arbus war es schon gar nicht. Diese Photographin, die sich zeitlebens mit den Freaks, den Maskierten, den Schattenwesen unserer zivilisierten Welt auseinander gesetzt hat, bekommt jetzt aber von Nicole Kidman posthum sozusagen ein makelloses, geradezu glatt glänzendes, in HighDefinition aufpoliertes Filmchen auf ihr Grab gesetzt. Dies ist wohl nur bei unseren amerikanischen Brüdern und Schwestern möglich, einen solch polierten Film über ein eigentlich zutiefst dramatisches Künstlerleben. Und nun das: Künstlerleben light.

Somit sind die folgenden Bilder von Diane Arbus im Kontrast zu den kleinen Screenshots von FUR mit Nicole Kidman zu sehen:

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Diane Arbus. Eine Burg in Disneyland. Kalifornien. 1962.

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Diane Arbus. Eineiige Zwillinge. Roselle, New Jersey. 1967. Weiterlesen »

Leigh Bowery: Ich, Ich, Ich ° 01

Oktober 21st, 2006

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Leigh Bowery by Fergus Greer.

Leigh war ein Hüne und inszenierte sich in den 1980er Jahren in London als nachtliebendes Schattengewächs, welches sich in monströsen, pompösen Verkleidungen zeigte. Wir, als normal gewandete Menschen, denken nicht daran, dass Kleider zu einem Kunstwerk reichen könnten. Leigh war da anderer Meinung und quälte und erfreute sich und seine Umwelt mit seinen grotesken Pompadouren.

Wäre da nicht Fergus Greer gewesen, so hätten wir als Nachwelt wohl niemals von diesem paradiesischen Vogel gehört, noch etwas gesehen. Darum an Fergus: Vielen Dank!

Euer Lazar

Robert Frank und die Amerikaner

August 31st, 2006

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Robert Frank von Richard Avedon fotografiert.

Robert Frank ist einer der Titanen der dokumentarischen Fotografie. Sein Werk “The Americans” gilt als ein Meilenstein der dokumetarisch - poetischen Fotografie. Selbst in der ehemaligen DDR kursierten Exemplare seiner Bücher. Für einige Fotografen, so zum Beispiel für Evelyn Richter und Arno Fischer, war Robert Frank, neben Henri Cartier-Bresson, eines der wichtigsten Vorbilder.

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Das Buch “The Americans” empfand die damalige Öffentlichkeit als so brisant und schockierend, dass Robert Frank sein Buch erst im guten alten Europa, genauer gesagt bei einem französischen Verleger 1958 veröffentlichen konnte. Erst ein Jahr später wurde es dann in Amerika gedruckt und begründete auch dort seinen Ruhm. Wie oben schon angedeutet, empfinde ich seine Bilder einerseits als stark dokumentarisch und andererseits als ausgesprochen poetisch. Dies ist auch die Mischung, die diese Bilder auf die Ebene der Kunst hebt.
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Leonardo da Vinci, Jock Sturges und ….

August 23rd, 2006

… die Suche nach dem zukünftigen Menschen.
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Alle großen Künstler haben auf ihrem Weg des Schaffens den Versuch unternommen, ein Bild des zukünftigen Menschen zu entwerfen. Leonardo da Vinci träumte von der Ebenbürtigkeit der Geschlechter. Jock Sturges dagegen scheint sich in transzendenten Sphären zu bewegen. Die engelsgleichen Wesen, die Sturges in seinen Bildern träumt, scheinen nicht von dieser Welt zu stammen.
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